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Michail Afanasjewitsch Bulgakow ArtikelMichail Afanasjewitsch Bulgakow (russisch Михаил Ð?фанаÑ?ьевич Булгаков; * 2. Mai/15.05 1891 in Kiew (Ukraine); †10. März 1940 in Moskau) war ein russischer Schriftsteller, der in der Ukraine geboren wurde, ab 1921 aber in Moskau lebte. Er gilt als einer der großen Satiriker und Zyniker der russischen Literatur.
Michail Bulgakow, Sohn eines Professors an der Predigerakademie in Kiew, absolvierte nachdem Gymnasium zunächst ein Medizinstudium. Von 1916 bis 1919 arbeitete er als Arzt. 1913 heiratet er Tatjana Nikolajewna Lappa. Er begann 1917 journalistisch und literarisch zu schreiben. In dem Jahr 1919 beendete Bulgakow seine Tätigkeit als Arzt, um sich zukünftig ganz seinem Wirken als Bühnen- und Prosaschriftsteller zu widmen. In dem Herbst 1921 zog er mit seiner Frau Tatjana nach Moskau. Hier lebte und arbeitete er bis zu seinem Tod 1940; wobei er von 1924-1932 mit Ljubow Beloserskaja und von 1932 an mit Jelena Sergejewna Schilowskaja verheiratet war. Am 10. März 1940 starb Michail Bulgakow an Nephrosklerose .
Bulgakows bitterböse-grotesken Darstellungen des Alltagslebens in der jungen Sowjetunion haben häufig fantastische oder absurde Züge - in der russischsprachigen Literatur seit Gogol eine typische Art, Gesellschaftskritik zu üben. Viele seiner Werke unterlagen der strengen stalinistischen Zensur und wurden erst lange nach seinem Tode veröffentlicht. Hundeherz entstand bereits 1925, wurde in der Sowjetunion jedoch erst 1987 gedruckt.
Das wohl bekannteste und global berühmteste Werk ist "Der Meister und Margarita ", eine satirisch-groteske Aufnahme des Faustmotivs, eine Reise durch die Zeiten. Das Werk erschien gedruckt erstmalig 1966/67 in Fortsetzungen in der Literaturzeitschrift Moskvá - fast 30 Jahre nachdem Tod des Autors - in gekürzter Fassung. Die ungekürzte Version erschien in Buchform erstmals (???). Kurz nach der russischen Ausgabe wurde der Roman 1968 auch in der deutschen Übersetzung von Thomas Reschke veröffentlicht. Nicht wenige Kritiker halten das Buch für das beste russische Werk des 20. Jahrhunderts. Eines seiner Leitmotive ist "Manuskripte brennen nicht".
Einige von Bulgakows Werken wurden verfilmt, beispielsweise "Die weiße Garde" und "Iwan Wassiljewitsch wechselt den Beruf".
Buch-Tipp: Das Aleph. El Aleph. Erzählungen 1944 - 1952. (Werke in 20 Bänden, 6). Warnung vor dem Meister "Jedes Schicksal, wie weitläufig und verschlungen es auch sein mag, besteht in Wirklichkeit aus einem einzigen Augenblick, dem Augenblick, im der Mensch für stets weiß, wer er ist," heißt es in der Geschichte "Biographie von Tadeo Isidoro Cruz 1829-1874". Die menschliche Würde bemisst sich allerdings dann danach,... | |
Eine kleine Auswahl der Werke Bulgakows:
- Die weiße Garde (БелаÑ? гвардиÑ? 1923/24)
- Hundeherz (Собачье Ñ?ердце 1925)
- Die verhaengnisvollen Eier (Роковые Ñ?йца)
- Die Tage der Turbins
- Don Quijote
- Der Meister und Margarita (МаÑ?тер и Маргарита 1929 - 1939. 1966 erstmals veröffentlicht)
- Das Verhängnis (Роковые Ñ?йца)
- Haus Nr. 13 (Дом Ð?о. 13)
- Teufelsspuk (ДьÑ?волиада)
- Tschitschikows Abenteuer (ПохождениÑ? Чичикова)
Anmerkung: Geburts- und/oder Sterbedatum, soweit sie vor 1917 liegen, wurden gemäß julianischem Kalender, der bis zur Oktoberrevolution in Russische Förderation galt, und (an zweiter Stelle) nachdem gregorianischen Kalender, der heute gilt, angegeben.
Weitere Informationen.
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